Reisebericht

Wales, eine Reise wert

Es sind zwar schon einige Tage vergangen, aber Wales ist immer noch in Erinnerung, die ich gerne teilen möchte. Unsere Reise begann in DUNKERQUE wo wir mit der Fähre (Norfolk – Lines) nach DOVER übersetzten. Die Fahrt kostete (Einfach 89 €). Wie sich später herausstellte, wäre es besser, die Fähre im vor hinein zu buchen, da am gleichen Tag ein Zuschlag berechnet wird und dies die Kosten gleich erheblich steigert. Wir fuhren aufs gerade wohl dorthin und kauften die Tickets direkt vor Ort. Die Fähre selbst war modern und schön eingerichtet. Sauber und auch beim Kaffeepreis zog man den Kunden nicht über den Tisch. Jedoch werden wir für die nächste Reise wieder P&O oder SeaFrance wählen. (Angebote liegen bei ca. 80€ Hin und Zurück). Angekommen in DOVER (Motorway 20) ging es gleich nach Verlassen des Hafen’s, vorbei an LONDON (M 25) nach CARDIFF (M 4), Europa’s jüngster Hauptstadt (seit 1955) die im 18 Jahrhundert nicht mehr als ein Fischerdorf war. Wie man es in England erwartet kam es während der Fahrt immer wieder zu kurzen Regenschauern.

In CARDIFF angekommen suchten wir uns ein B&B. Gegenüber des Millennium Stadion’s über dem Kanal wurden wir fündig und bekamen ein sehr nettes, sauberes, kleines Zimmer zum Preis von 45 Pfund (2 Personen inkl.Frühstück) im Guest House „Austin“. Am Abend schlenderten wir noch ein bisschen durch die Stadt, um uns die Füße zu vertreten und um Abend zu essen. Beim Nachhause Weg wurden wir wieder vom Regen überrascht. Der nächste Vormittag, begann mit leichtem Nieselregen (in Salzburg wäre dies der liebevoll benannte Schnürlregen, in Großbritannien ist es das typische englische Wetter).

Doch hielt der uns nicht davon ab die Stadt zu besichtigen und ich kann sagen, das CARDIFF nach dem kurzen Eindruck denn wir gewonnen haben, einen Besuch wert ist. Die Einkaufsstraße ist sauber und bietet für Jedermann (Frau) etwas. Besonders empfehlen kann ich die Markthalle. Eine große Halle mit jeder Art verschiedenster Geschäften, vom Bäcker über den Fleischer bis hin zum Friseur findet man dort alles. Da wir aber an die Küste wollten und noch keinen Plan hatten wohin genau, mussten wir gegen Mittag Cardiff verlassen. Ich hatte Zuhause wohl übers Internet ein paar B&B’s entlang der Küste ausfindig gemacht, die auch in unsere Preisklasse passen, wusste aber nicht, wo genau die sind. Es ging nun also Richtung Küste.

Landeinwärts von Regen und Sonne begleitet fuhren wir auf schmalen Straßen dahin. Je weiter du in dieses Land eintauchst umso entspannter wirst du. Die Straßen laden zum gleiten ein, nicht zum rasen. Das Grün auf der Seite, die Schafe darauf und Ortschaften wie vom vergangen Jahrhundert (Na OK das letzte Jahrhundert ist noch nicht lange zurück, ich meine auch das 19. Jahrhundert, und wie sagt ein Spruch...

„In manchen Teilen von Wales war die dramatischste Veränderung der letzten 200 Jahre die Art der Heckenbepflanzung. Immergrün oder belaubt – das ist hier die Frage“*

Man fängt an abzuschalten, der Stress lässt nach und Du fängst an dich zu entspannen. Der Weg führte uns dann nach NEW QUAY, 154Km von CARDIFF entfernt. Ein kleiner Ort direkt an der Küste. Enge Straßen und Gassen, malerisch an die Küstenhänge mit Blick auf den Atlantik hingezaubert. Da es schon Nachmittag war, mussten wir uns nun auf die Suche nach einem Zimmer machen. Wir klapperten ein paar Häuser (die meisten B&B, sowie auch Häuser die zu mieten sind) ab und schauten uns um die Preise um. Um die 50 – 60 Pfund / Tag (B&B) für zwei Personen ist man dabei.

Durch Zufall ging ich in den Tourist Info Point und fragte dort um Unterkunftsmöglichkeiten. Es war schon kurz vor fünf Uhr Nachmittags. Und um 17.00Uhr schloss man den Shop. Doch die Dame war sehr freundlich und entgegenkommend. Sie telefonierte ein paar mal und konnte uns eine Unterkunft zu einem sagenhaften Preis (250 Pfund) vermitteln.

Da dies so kurzfristig Zustande kam, mussten wir nach unterzeichnen des Vertrages im Büro, zwar noch bis nach 19.00Uhr warten, da die Besitzerin erst herfahren musste. Doch das gab uns die Gelegenheit den Ort gleich ein bisschen näher zu besichtigen. Wir warteten in einem Hotel mit tollem Ausblick auf den Hafen, die Kaimauer und das Meer bei einer guten Tasse Kaffee und Kakao. Nach 19.00 Uhr spazierten wir dann zum Haus wo dann auch die Besitzerin schon auf uns wartete und uns durch das Haus führte. Wir wurden sehr freundlich empfangen und bekamen sogar noch eine Flasche Rotwein als Willkommensgeschenk.

Dieses Haus durften wir nun die nächsten 7 Tage bewohnen und den schönen Ausblick auf das Meer genießen. Vom Bett aus sah man direkt auf das Meer und jeden Tag wurden wir von der aufgehenden Sonne begrüßt. Der erste Tag, 25.04.2007, führte uns in den Süden nach St. DAVID. St. David, er ist der Schutzheilige von Wales, gründete hier um das Jahr 550 eine Abtei. Das Wetter war, wie auch in den kommenden Tag immer wieder mal bewölkt , auch gab es zwischendurch mal ganz kurze Regenschauer, doch durch den Wind der über das Meer kam wurden die Wolken meist rasch vertrieben und bis zum Nachmittag hin hatten wir meist einen strahlend schönen Tag mit angenehmen Temperaturen um die 20 Grad Marke. In St. DAVID wurde ich, so wie immer wenn ich in England unterwegs bin, wieder National Trust Member und schloss einen Vertrag für mich und meine Frau für ein Jahr ab (Kosten: 59 Pfund, Anm.: meine Frau war zu diesem Zeitpunkt noch unter 29).

Dieser berechtigt zum freien Eintritt in alle National Trust Anwesen in ganz England, außer es gibt dort gerade einen besonderen Anlass (ist mir aber bis dato noch nie passiert). Wenn man sich also für diese Art von Reisen und Sehenswürdigkeiten interessiert, sollte man sich das überlegen und in Anspruch nehmen. Man erhält vom National Trust ein Buch (Handbook) wo alle Sehenswürdigkeiten, inkl. Öffnungszeiten und Kurzbeschreibung stehen.

Danach plane ich Zuhause schon die Routen und was wir gerne besichtigen würden. Bei fast jedem Objekt gibt es auch ein kleines Kaffe, wo man sich danach stärken kann. Nach dem Beitritt besuchten wir nun die St. David’s Kathedrale (gehört aber nicht zum Trust), diese wurde im 12. Jahrhundert erbaut, und den Bischofspalast (13. Jh.). Die Kathedrale ist die größte in Wales und galt schon sehr früh als Pilgerstätte. Nach der Besichtigung und dem Rundgang gab es eine kurze Pause im Ort, bevor wir gegen Mittag wieder Richtung NEW QUAY zurück fuhren.

Wir machten noch einen Abstecher durch CARDIGAN weiter Richtung NEWCASTLE EMLYN zum Cilgerran Castle (13 Jhdt.) (Eintrittspreis pro Person - in Folge E.P.- 2,50Pfund). Gut versteckt, aber auch gut beschildert fanden wir die Ruinen und durchstreiften sie. Die Ruinen sind zwar nicht spektakulär, jedoch ist der Rundumblick auf die Schlucht und die Felder schon sehenswert.

„Für unsere Besucher sind all diese Burgen und Gärten, Berge und Täler, kleinen Orte und Pub’s ‚Highlights’, für uns ist es einfach unsere Heimat. Die wir gerne mit unseren Gästen teilen“*

Der zweite Tag, 26. April, führte und ins Landesinnere Richtung POWIS Castle (E.P. 9,90Pfund) in der Nähe von WELSHPOOL. 125 Km enge, geschwungene, der Landschaft angepasste Straßenkilometer.

„Die Greens von Wales gehören zu den besten der Welt – 15 Mill. Schafe können nicht irren“*.

Diese rote Burg aus dem 12 Jahrhundert, mit seinen in italienischen und franz. Stil angelegten Terrassen (18 Jhdt) beeindruckte uns sehr. Erbaut von den Prinzen von Powys, um die Grenzen zu England zu kontrollieren.

27. April, auf geht es nach Llanerchaeron (E.P. 6,40Pfund). Die Küste entlang nach Norden, durch ABERAERON nach Osten. Eine Villa, geplant 1790, aus den jungen Jahren von John Nash. Angeschlossen sind wieder ein schöner Garten und eine Farm wo es z.B. Schweine, Kühe u.a. auch die walisische schwarze Kuh zu bewundern gibt.

28. April, heute führt uns die Reise in den Norden von Wales, auf die Halbinsel ANGLESEY. Das Wetter ist wunderschön, die Sonne verwöhnt uns. Nach einem Zwischenstopp in MACHYNLLETH mit seinen Fachwerkhäusern und georgianischen Fassaden ging die Fahrt weiter.

189 Km später (von NEW QUAY weg) waren wir dann am Ziel, wir erreichten Plas Newydd (E.P. 6,60Pfund), das Heim der „Marquess of Anglesey“. Mit dem Blick auf SNOWDONIA vertraten wir uns im Park die Füße, um danach noch das im klassischen und gotischen Stil erbaute Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert anzusehen. Im Haus ist auch eine Ausstellung der ersten Marquess of Anglesey anzusehen, die die Kavallerie in der Schlacht von Waterloo befehligte. Bei der Rückfahrt gab es einen Halt in PORTHMADOG, eine kleine typisch englische Stadt.

29. April, Dinefwr Park & Castle (E.P. 6,00Pfund). Südöstlich von NEW QUAY gelegenes Anwesen aus dem 17 Jhd. Gebaut wurde das Herrenhaus 1660.Umgeben vom Park in dem man spazieren und die weißen Rinder bewundern kann, sowie auch Dammwild. Nach dem Spaziergang ging es durch den Wald hinauf, in dem uns ein violettes, duftendes Blütenmeer begrüßte, zum Dinefwr Castle. Diese Ruinen stehen auf einer Anhöhe und bieten einen herrlichen Rundblick auf das Tal. Nach dem Rundgang ging es noch zu den Seen etwas unterhalb der Ruinen. Hier kannst du die Seele baumeln lassen und dein inneres Gleichgewicht wieder finden.

30. April, heute wird gebummelt in ABERYSTWYTH. Eine Küstenstadt nördlich von NEW QUAY. Eine kleine geschäftige Stadt, mit typischen englischen Gebäuden und Geschäften. Diesen Tag hat sich meine Frau verdient. Denn die letzten Tage waren teilweise schon anstrengend, da wir immer unterwegs waren. ABERYSTWYTH, seit dem 19. Jhdt hat sich entlang der Promenade nicht viel verändert.

01. Mai, wir brechen unsere Zelte in NEW QUAY ab und fahren in den Norden um dort Bodnant Garden (E.P. 7,00Pfund) zu besichtigen. Der Tag strahlte uns entgegen, die Sonne lies ihre Muskeln spielen und wärmte uns. Es ging quer durch das Landesinnere, durch den Snowdonia Nationalpark. Wer Gärten und Anlagen liebt Bodnant Garden besuchen und wird diesen bestaunen, auch für Nicht Gärtner ist dieser Ort ein wunderbares, farbenfrohes und duftendes Erlebnis, das seinesgleichen lange sucht. Begonnen wurde mit diesem Garten schon im Jahre1875 und ist eine Kreation von vier Generationen der Fam. Aberconways.

•Die Aussagen (fett und kursiv) entstammen von Info-Broschüren.
• teilweise entstammen Informationen aus dem Handbook des National Trust sowie dem Club Reiseführer von Donauland – Buchklub.

Bernd aus Deutschland


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